2. Januar 2026
Was ist die wirksamste Therapie?
Wenn Du bei dieser Frage angekommen bist, bist Du auf einem guten Weg!
Es gibt einen kleinen Haken bei dieser Frage. Die Antwort ist nicht ganz so einfach. Wir wollen uns dennoch einer Antwort annähern.
Im Moment gilt die Verhaltenstherapie mit ihren verschiedenen Varianten als der Goldstandard für viele Störungen. Sowohl bei Depression, bei Ängsten und Zwängen, bei Essstörungen, bei Anpassungsstörungen und sogar bei Psychosen zeigt die Verhaltenstherapie ganz erstaunliche Erfolge. Daher darf auch die Frage erlaubt sein: weshalb gibt es dann noch so viele andere Therapien?
Wenn wir von der anderen Seite an die Antwort der Frage gehen, können wir einen Blick auf die Psychoanalyse werfen. Bei der Psychoanalyse werden drei bis vier Stunden pro Woche angesetzt. Die Behandlung kann zwei bis vier, aber auch fünf Jahre dauern. Es können also bis zu 1000 Therapiestunden anfallen, während bei der Verhaltenstherapie in der Langzeittherapie zunächst 60 Stunden angesetzt werden, die auf 100 Stunden erhöht werden können. Dennoch wird die Psychoanalyse weiterhin von den Krankenkassen bezahlt und erfolgreich eingesetzt.
Der Unterschied liegt in der Wirkungsweise der Therapie. Bei der Psychoanalyse wird der Patient zur freien Assoziation angehalten. Der Therapeut verhält sich eher passiv. Bei der freien Assoziation erschließt sich der Klient nach und nach die Ursachen seiner Verhaltensmuster. Sigmund Freud, der Begründer der Psychoanalyse war bestrebt, das Unterbewusstsein seiner Patienten nach und nach ins Bewusstsein zu bringen.
In der Verhaltenstherapie wird das Unterbewusstsein nicht beleuchtet. Die Verhaltenstherapie geht davon aus, dass dysfunktionales Verhalten im Laufe des Lebens erlernt wurde und somit funktionales Verhalten ebenso erlernt werden kann.
Nun gibt es noch zahlreiche weitere Therapieformen, die aber alle das gleiche Ziel haben. Schädliche Denk-, Fühl- und Verhaltensmuster sollen entfernt werden und Verhalten, welches dem Menschen bei der Bewältigung des Alltags hilft, soll gestärkt werden.
Hypnose hat sich als wirksame Therapie bei bestimmten Störungen erwiesen. Doch jedes Hirn ist verschieden. Es gibt Menschen, die sprechen auf Hypnose nicht an. Dann ist Hypnose die falsche Therapieform. Bei Posttraumatischen Belasstungsstörungen (PTBS) hat sich EMDR als gut wirksam gezeigt. Mit EMDR wird versucht, dissoziierte Erinnerungen wieder zu integrieren.
Auf der Seite Der Patientenservice findest Du weitere Informationen über Therapien. Dort findest Du auch eine Suchfunktion für Psychotherapeuten mit Krankenkassensitz.
Vereinbare jetzt einen Termin für ein kostenloses und unverbindliches Erstgespräch.
Telefon: 03841 2784949
E-Mail: post@klare-motive.de